Behandlung

Schröpftherapie nach Škrijelj

1. Indikation

Das klassische Krankheitsbild für den Einsatz der Schröpftherapie sind akute, chronische und drohende Beschwerden der HWS, BWS und LWS, die durch orthopädisches Fehlverhalten, Fehlstörungen oder organische Erkrankungen verursacht sind. (Skoliose ….)

2. Therapeutisches Verfahren

In der Schröpftherapie wird ein steuerbares Vakuum in den Schröpfgläsern erzeugt, die auf diese Weise für eine optimale individuelle Behandlung mit Massageeffekt eingesetzt werden.

Auf diese Weise findet eine Gesamtbehandlung des Rückens statt. Die schmerzverursachenden Verspannungen werden flächig gelöst. Die punktuellen Verspannungsquellen werden durch tonsierende Bewegungen der Schröpfgläser gelöst und somit das Spannungsgefälle in der Muskulatur ausgeglichen.

Die tonsierenden Bewegungen, die aus einer ganzheitlichen Massagekonzeption übertragen sind, führen zu einer Absenkung der Reizbelastung des Nervengeflechts. Die Bewegungen der Schröpfgläser folgen dem inneren und äußeren Blasenmeridian (TCM).

Durch die beschriebene therapeutische Anwendung werden die Vorteile einer Schröpftechnik zur Verbesserung der Durchblutung von Gewebe und Muskulatur mit den Vorteilen einer klassischen Massage verbunden. Durch den Einsatz von Schröpfgläsern mit einem steuerbaren Vakuum kann auf individuelle Empfindlichkeiten aber auch auf das jeweilige Krankheitsbild sensibel eingegangen werden.

3. Wirkungsweise und Nachhaltigkeit

Durch den Einsatz der Schröpfgläser und dem individuellen Schröpfverfahren wird das behandelte Gewebe bzw. die Muskulatur stärker durchblutet. Somit wird der Stoffwechsel in der betroffenen Körperpartie verbessert. Der auf diese Weise verbesserte Nährstoff- und Sauerstoffaustausch führt besserer Versorgung der Körperzellen. Das Vakuum erzeugt eine mechanische Dehnung und somit Verspannungslösung der Muskulatur. Je nach individueller Befindlichkeit und dem vorgefundenen Krankheitsbild kann diese Dehnung rhythmisch in unterschiedlichen Frequenzen eingesetzt werden.

Dieser Durchblutungseffekt durch Dehnung und Vibration kann auch auf innere Organe übertragen werden und hat hier ebenfalls positive Reaktionen.

Zum Lösen von Verspannungen werden Massagen eingesetzt. Die Massage mit den Schröpfgläsern unterscheidet sich aber von der Handmassage in der Intensität und der damit verbundenen Nachhaltigkeit. Diese wird insbesondere auch dadurch erreicht, dass die Massageintensität nicht abhängig von der körperlichen Konstitution des jeweiligen Behandlers ist. Damit wird die Gleichmäßigkeit der Behandlung und damit die Effektivität der therapeutischen Methode sicher gestellt.

Die Massage wird entlang der Wirbelsäule durch unterschiedliche Massagebewegungen eingesetzt. Dadurch werden auch die Akkupunkturpunkte entlang der Blasenmeridiane stimuliert.

Der Effekt, sowohl in der klassischen Physiotherapie wie auch in der Akkupunktur-Therapie, ist in beiden Fällen ähnlich: Durch die Stimulation in diesem Bereich werden die von und zur Wirbelsäule laufenden Nervenstränge angeregt, was positive Auswirkungen auf den gesamten Körper einschließlich von inneren Organen hat. Der Patient hat nach der Anwendung stark gerötete Haut an den betroffenen Stellen. In den meisten Fällen ist bereits nach einer ersten Behandlung eine deutliche Erleichterung der Schmerzintensität zu spüren. Die körperliche Beweglichkeit wird wieder hergestellt. Auf Grund der nach dieser Methode sehr kleinen Fallzahl können noch keine Prognosen hinsichtlich der anhaltenden Verbesserung gegeben werden. Die bisher behandelten Patienten hatten nach dem Therapieeinsatz eine Schmerzbefreiung von 6 Monaten und mehr.

Bei sehr starken Verspannungen ist eine Therapiefolge von 6 Terminen angesagt. Danach sollte der Patient schmerzfrei sein.

Vorbeugend kann die Therapie halbjährlich mit einer Behandlung eingesetzt werden.